Aktionstag macht auf Situation in der Suchthilfe aufmerksam

Der Konsum von Suchtmitteln hat in den vergangenen beiden Jahren zugenommen. Der Aktionstag der Suchtberatungsstellen am 10. November will auf diese Problematik aufmerksam machen.

Die Suchtberatungsstellen des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa und der Diakonie Fulda wollen mit einem Aktionstag am 10. November auf die gestiegenen Zahlen des Konsums von stoffgebundenen, sowie stoffungebundenen Süchten aufmerksam machen. Dazu zählen neben Alkohol und unterschiedlichen Drogen auch Glücksspiel-, Kauf- und Medikamentensucht. Belege für die gestiegenen Zahlen sind im Jahrbuch Sucht 2022 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) zu finden. Die Coronapandemie hat die psychische Gesundheit der Menschen in Deutschland beeinträchtigt. Besonders Menschen mit psycho-sozialen oder gesundheitlichen Problemen seien betroffen, wissen die Beraterinnen und Berater von Caritas und Diakonie in der Region Fulda zu berichten. Durch die Pandemie seien Beratungsgespräche überwiegend telefonisch oder per Chat möglich gewesen. Ganz entfallen seien die Gruppentreffen, die wichtig seien, um durch Selbsthilfe gestützt, nach einem Reha- Aufenthalt, stabilisiert zu werden. Auch die ambulante Rehabilitation konnte nicht durchgeführt werden. Süchtige seien auf sich selbst zurückgeworfen gewesen und hätten dadurch vermehrt zu Suchtmitteln gegriffen. So habe die Krise beispielsweise bei Menschen, deren Alkoholkonsum schon vor der Pandemie problemhaft gewesen sei, zu einer Ausweitung des Alkoholkonsums geführt. Prävention, Frühintervention, Beratung, Behandlung und Sucht-Selbsthilfe brauche es deshalb jetzt umso mehr, um Suchtgefährdete und Abhängigkeitserkrankte zu unterstützen. Auch die „Offene Sprechstunde“ müsse neu etabliert werden. Während Gruppentermine zu Beginn der Pandemie überhaupt nicht stattfinden konnten, seien mittlerweile Vorrichtungen geschaffen worden, um diese, nach Lockerung der coronabedingten Einschränkungen, wieder zu ermöglichen. Die Beratungsstellen haben größere Räumlichkeiten angemietet, hochwertige Luftfiltersysteme angeschafft und die Beratungsbüros mit Plexiglastrennscheiben ausgestattet. Dieses sei mit erheblichen zusätzlichen Kosten verbunden gewesen, so Susanne Saradj, Geschäftsführerin Caritas und Pfarrer Lars-Peter Rilke, Geschäftsführer Diakonie. Der Aktionstag, der bereits zum dritten Mal stattfindet, soll darauf hinweisen, dass Suchtberatung „Kommunal wertvoll“ ist. Die Fuldaer Suchtberatungsstellen sind für alle Betroffenen da. Durch ihre „Offene Sprechstunde“, Beratungstätigkeit, ambulante Rehabilitation und Vermittlung in Kliniken zu Entzug und Behandlung verhindern sie dauerhafte Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung, Zerbrechen von Familiensystemen und Beschaffungskriminalität. Sowohl die Stadt Fulda als auch der Landkreis Fulda befürworten und unterstützen dankenswerterweise die Arbeit der Suchthilfe in der Region Fulda. Dabei wird nicht verkannt, dass die Träger Diakonie und Caritas erhebliche finanzielle Mittel aufbringen müssen, um fachlich qualifizierte Sozialpädagoginnen und -pädagogen mit Zusatzausbildung vorhalten zu können.

Wer sich zum Thema Sucht beraten lassen will, etwa weil er selbst betroffen ist oder bei Angehörigen eine Betroffenheit vermutet, kann sich kostenlos an die Beratungsstellen von Caritas, 0661 2428350 und Diakonie 0661 25017900 wenden. Auch über die Websites der Einrichtungen sind weitere Informationen und Kontaktwege verfügbar.

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Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht

Jede Spende zählt!

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Förderwettbewerb „MitMenschen – Gemeinsam stark!“ – Jede Stimme zählt

Das Diakonische Werk ist mit seiner Sozialen Gruppenarbeit der Ambulanten Jugendhilfe im Förderwettbewerb „MitMenschen – Gemeinsam stark!“ der psd Bank Hessen Thüringen e.G. vertreten.
Bis zum 29. Juni entscheidet es sich, welche 20 Projekte ins Finale einziehen und gefördert werden. In dieser Zeit können Sie täglich abstimmen. Wir freuen uns, wenn Sie für unser Projekt stimmen, denn jede Stimme zählt! Hier können Sie abstimmen.

Die Soziale Gruppenarbeit ist seit vielen Jahren ein von der Stadt Fulda gefördertes pädagogisches sozialräumliches Nachmittagsangebot für 16 Kinder im Grundschulalter und findet von montags bis freitags im Familienzentrum Lutherkirche im Fuldaer Stadtteil Südend/Kohlhaus statt. Dieser Stadtteil ist ein Quartier mit einem hohen Anteil an Familien mit Migrations- und Fluchterfahrung, vielen Alleinerziehenden und Menschen, die in relativer Armut und vielen Einschränkungen leben. Wir setzen mit breit gefächerten pädagogischen Bewegungs-, Sport- und Spielangeboten, dem gemeinsamen Mittagstisch „Satt und Selig“ auf neue und kreative Ideen in den Schulferien, um den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Die Soziale Gruppenarbeit versteht sich als Ort der Begegnung, an dem Kinder in ihrer sozialen Entwicklung bestmöglich unterstützt, schulisch gefördert und Eltern gestärkt und befähigt werden, Erziehungs- und Bildungsaufgaben für ihre Kinder verantwortlich wahrzunehmen.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen und fehlenden sozialen Kontakte sind gerade für die Kinder der Sozialen Gruppenarbeit und ihre Familien mit ganz erheblichen Belastungen verbunden. Auch diese Kinder brauchen dringend mal eine Auszeit und Urlaub von Corona! Mit Ihrer Stimme können Sie uns helfen, für die Kinder und Familien der Sozialen Gruppenarbeit eine Familienfreizeit / Ferienaktivitäten auf einem zertifizierten Bioland Schulbauernhof auf die Beine zu stellen!

Hessische Fachstellen für Suchtprävention setzen sich ein für „Rauchfreie Autos für Kinder“

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und das landesweite Netzwerk der Fachstellen für Suchtprävention starten zum Weltnichtrauchertag, am 31. Mai 2021, mit Unterstützung der DAK-Gesundheit das Präventionsprojekt „Rauchfreies Auto für mein Kind!“. Aufgelegt werden 12.000 Parkscheiben, die über die Risiken von Passivrauchen für (Klein-) Kinder im Auto informieren.
In Deutschland sind schätzungsweise über eine Million Kinder und Jugendliche von einer Tabakrauchbelastung im Auto betroffen. Schon wenige Züge an einer Zigarette im Auto erhöhen die Feinstaubbelastung im Innenraum enorm. Was Eltern oft nicht bewusst ist: Tabakqualm ist der gefährlichste und zugleich bedeutendste vermeidbare Innenschadstoff für Kinder.
Dabei beeinträchtigt Passivrauchen Kinder noch stärker als Erwachsene, denn ihre Organe sind noch nicht voll entwickelt und damit besonders empfindlich. Selbst wenn nicht in Anwesenheit von Kindern geraucht wird, werden diese mit den Giftstoffen konfrontiert, denn sie lagern sich zum Beispiel in Textilien ab und werden noch lange Zeit nach dem Rauchen in die Luft abgegeben. Dies gilt umso mehr, wenn auf kleinem Raum – beispielsweise im Auto – geraucht wird.
Passivrauchen erhöht gesundheitliche Risiken bei Kindern Bei Kindern kann Passivrauchen zu akuten und chronischen Atemwegserkrankungen und zu akuter und chronischer Mittelohrentzündung führen. Bei Babys gehört das Passivrauchen zudem zu den Hauptrisikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Susanne Schmitt, Geschäftsführerin der HLS, betont: „Angesichts dieser schwerwiegenden Risiken, denen besonders Kinder ausgesetzt sind, wenn im Auto geraucht wird, setzen wir uns dafür ein, dass dort konsequent auf das Rauchen verzichtet wird. Ein gesetzliches Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren, würden wir sehr begrüßen.“

Das Projekt „Rauchfreies Auto für mein Kind!“ startet

Um diesem wichtigen Thema mehr Gewicht zu verleihen, starten die HLS und die Fachstellen für Suchprävention in Hessen zum 31. Mai 2021 mit Unterstützung der DAK-Gesundheit das Präventionsprojekt „Rauchfreies Auto für mein Kind!“. Aufgelegt wurden 12.000 Parkscheiben, die über die Risiken von Passivrauchen für (Klein-) Kinder im Auto informieren.
„Schon im Kindesalter werden die Weichen für die spätere Gesundheit und einen gesunden Lebensstil gelegt. Deshalb unterstützen wir Projekte, die ein gesundes Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen fördern“, so Sötkin Geitner, Leiterin der DAK-Landesvertretung in Hessen. „Uns ist es außerdem wichtig, dass Eltern dort die Informationen haben, wo sie sich im Alltag aufhalten, also auch im Auto – auf dem Weg zum Einkauf oder beim Familienausflug am Wochenende.“
Axel von Donop und Claudia Westelmayer, Fachstellen für Suchtprävention von Diakonie und Caritas, sagen: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Parkscheibe im Alltag (nicht nur) von Eltern regelmäßige Anwendung findet und damit auf der Rückseite Präventionsbotschaften gut platziert sind und immer wieder gelesen werden.“
Die Präventionsfachstellen von Diakonie und Caritas freuen sich, dass die Botschaft „Rauchfreies Auto für mein Kind!“ von den Fuldaer Familienlotsen und Stadtteiltreffs an Eltern, Erziehende und Familien weitergegeben werden. Besonders die Familienlotsen der Stadt Fulda, die im ständigen Kontakt mit Familien, Schulen, Kindergärten und Vereine stehen, können hier zusätzlich sensibilisierend und präventiv aufklären. Wir hoffen, dass dadurch Kinder und Jugendliche langfristig vor gesundheitlichen Schäden durch das Passivrauchen geschützt werden.
Die Parkscheiben werden in allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten an Eltern, Erziehende und Familien ausgegeben, zum Beispiel in Bürgerämtern, in Frühförderstellen, Familienzentren oder Elterncafés.

Zentrale Aufgaben der beiden Fachstellen für Suchtprävention von Diakonie und Caritas bestehen in der Initiierung, Planung und Durchführung von präventiven Maßnahmen zur Vorbeugung eines schädlichen Suchtmittelkonsums, besonders bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen einer eng vernetzten Gesundheitsförderung im „Netzwerk Suchtprävention“ in Stadt und Landkreis Fulda.

Tagesstätten der Diakonie sind geöffnet

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Corona-Impfung erklärt in leichter Sprache

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Pressemitteilung: Aus für Café Wunderbar

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